Der Zustand der L410 ist seit Jahr(zehnt)en indiskutabel schlecht. Die Voss-Straße, Sarstedts Hauptverkehrsachse, bedarf schon seit langer Zeit einer Kernsanierung.
- Schlaglöcher reihen sich aneinander
- Die Kanalisation ist an mehreren Stellen defekt
- Es gibt keinen Fahrradweg: Radlerinnen und Radler müssen sich in den stark frequentierten PKW Verkehr einreihen – denn der Fußweg darf aktuell nur in Schrittgeschwindigkeit „befahren“ werden.
Wir als Grüne Sarstedt haben bereits in den letzten Jahren verschiedene Anfragen und Anträge gestellt, um das überfällige Projekt zu beschleunigen und Kompromisse bis zur Fertigstellung zu finden.
Seit rund zehn Jahren wird, mehr oder weniger konkret, eine grundlegende Sanierung von der Stadt Sarstedt geplant. Nun wurden die Pläne endlich vorgestellt. Sie beruhen auf den aktuellen bundeseinheitlichen Vorgaben bezüglich der Breiten von Straße, Fuß- und Radweg. Der Radverkehr wird einen Radweg erhalten, um die Sicherheit zu erhöhen. Dies ermöglicht auch für den PKW Verkehr ein flüssigeres Fahren, da die Fahrräder nicht mehr zusammen mit den Autos auf einer Fahrspur geführt werden. So können zukünftig beide Parteien in jeweils individuellem Tempo sicher und stressfrei fahren.
Klar ist: Der verfügbare öffentliche Raum ist endlich. Auf der ursprünglich vierspurigen Straße werden heute nur noch zwei Spuren befahren und zwei Spuren zum Parken genutzt. Um die Trennung von Auto & Fahrrad und somit allen Verkehrsteilnehmerinnen und Teilnehmern ein entspanntes Fahren zu ermöglichen, werden nicht alle bisherigen „Abstellflächen“ erhalten bleiben können, wie aus der Präsentation hervorgeht.
Besonders wichtig ist für uns: Es darf keine weitere Verzögerung geben. Die Sanierung hätte bereits vor 10 Jahren angepackt werden müssen, der heutige Zustand ist einfach indiskutabel. Daher stellen wir uns entschieden gegen die Ideen anderer Parteien, den gesamten Planungsprozess nun noch einmal von Grund auf neu zu beginnen – eine solche Verzögerung können wir uns nicht leisten.
Daher setzen wir uns für die schnellstmögliche Umsetzung der vorgestellten Planung ein, um die Situation für alle Verkehrsteilnehmenden deutlich zu verbessern.
Die Voss-Straße ist zukünftig ein Schulweg für viele Kinder, die die neue Grundschule in Giebelstieg besuchen. Im aktuellen Zustand ist ein sicherer Schulweg mit dem Fahrrad eine Illusion.
Klar ist aber auch: Die Planerinnen und Planer können nicht zaubern. Es steht nur ein begrenzter Platz zur Verfügung. Die neue Straße kann nicht breiter werden als die bisherige.
Aktuell gibt es entlang der Voss-Straße keine Fahrradwege. Um die erforderliche Mindestbreite zu erreichen, ist es nicht möglich, alle bestehenden Parkplätze zu erhalten. Stattdessen schlagen wir vor, die abgängigen alten Parkgaragen in Giebelstieg entlang der Eisenbahn (Lessingstraße, Mörickestraße), die den Maßen aktueller PKW ohnehin nicht mehr gerecht werden, durch ein modernes Parkhaus zu ersetzen. So erreichen wir dort auf gleicher Grundfläche deutlich mehr Parkplätze. Diese Lösung bietet zahlreiche Vorteile:
- deutlich mehr Parkplätze auf gleicher Grundfläche
- Integration von E-Ladestationen
- verbesserte Schallisolierung gegenüber der Eisenbahn
- PV-Anlagen auf dem Dach mit der Möglichkeit, Elektroautos direkt mit dem erzeugten Strom zu laden
- bei ausreichender Kapazität können im Parkhaus auch PKW der Gäste des Giftener Sees abgestellt werden, sodass sich dort die Situation entspannt
- Parkdruck entlang der Voss.Straße deutlich reduziert
Mit dieser Lösung lässt sich sowohl die Sanierung der Voßstraße zügig umsetzen als auch eine adäquate Lösung für alle Anwohnerinnen & Anwohner schaffen.
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